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Autobahnausbau

Autobahnausbau

An der Baustelle der Rheinbrücke Leverkusen geht es im März 2021 auch sichtbar weiter. Den neu beauftragten Bauunternehmen wurde Mitte des Monats das Baufeld übergeben. Ab der dritten Märzwoche werden die Arbeiten laut Autobahn GmbH Niederlassung Rheinland in großem Stil fortgesetzt. So finden am Rheinufer Bohrarbeiten für den linksrheinischen Strompfeiler der neuen Rheinbrücke statt. Das benötigte Bohrgerät wird mit einem Schwertransport angeliefert und anschließend aufgebaut.
Diese Arbeiten betreffen das Kölner Stadtgebiet (Merkenich).   

Infobörse: Ausbau der A3

Vom 15. bis zum 19. März 2021 veranstaltete die Autobahn GmbH Rheinland einen digitalen Infomarkt zum Ausbau der A3 zwischen Leverkusen-Opladen und Hilden. Alle Interessenten waren eingeladen, unter www.a3-infomarkt.de daran teilzunehmen. >

Bauauftrag für die Brücke

Von der Autobahn GmbH des Bundes ist am 28. Januar 2021 die Entscheidung für den Weiterbau der Rheinbrücke Leverkusen getroffen worden. Wie die Niederlassung Rheinland mitteilt, wird "in Kürze eine Bietergemeinschaft um die Unternehmen SEH Engineering, Hochtief und Max Bögl den Zuschlag erhalten. Der Auftrag hat einen Wert von 216 Millionen Euro brutto."
Die Unternehmen würden umgehend mit den Vorbereitungen beginnen, um im Frühjahr 2021 den Neubau fortsetzen zu können. Das Ziel sei weiterhin, die erste neue Brücke bis Ende 2023 zu bauen. 

"Es ist eine gute Nachricht, dass die Autobahn GmbH nun endlich für Gewissheit sorgt, wie es mit dem Neubau der Rheinbrücke weitergeht", kommentiert Oberbürgermeister Uwe Richrath. Erfreulich sei dabei, dass der Zeitplan die Fertigstellung der ersten neuen Brücke weiterhin für Ende 2023 vorsähe. "Das entspricht den Forderungen der Stadt Leverkusen, eine zügige Fortführung der Bauarbeiten mit allen Mitteln voranzutreiben und zu gewährleisten und damit die verkehrliche Entlastung für unsere Stadt zu schaffen, die Leverkusen so dringend braucht."  

Seit 1. Januar: Autobahn GmbH

Zum 1. Januar 2021 ist die 2018 gegründete Autobahn GmH des Bundes an den Start gegangen. Der Bund übernimmt damit von den Ländern Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Verwaltung und Finanzierung der Autobahnen. Ziel der, laut Straßen.NRW, "größten Reform in der Geschichte der Bundesfernstraßenverwaltung ist es, die Aufgaben zentral in einer Hand zu bündeln und die Leistungsfähigkeit der Autobahnen zu stärken - damit alle Autobahnnutzer von einer modernen, sicheren Infrastruktur profitieren."
Der bisherige Landesbetrieb Straßen.NRW geht als Niederlassung Rheinland in die Autobahn GmbH über.
Mehr dazu hier.

Bund entscheidet für Ausbau in Hochlage

Am 26. November 2020 hat das Bundesverkehrsministerium seine Entscheidung zum Ausbau der Autobahnen bekanntgemacht: Demnach wird die Erweiterung der A1 und der A3 in den vorhandenen Hochlagen erfolgen. Dieser Ausbauvariante gibt das Ministerium den Vorzug.
Damit widerspricht der Bund zugleich den Forderungen der Stadt und eindeutigen Stellungnahmen des Landes.
Sie fordern den Ausbau in Tunnellage auf dem rund 900 Meter langen Abschnitt der heutigen A1-Stelze. Diese führt durch das Stadtgebiet und "zerschneidet" es.     

Oberbürgermeister Uwe Richrath zur Entscheidung aus Berlin:
"Ganz eindeutig hat das Bundesverkehrsministerium der kostengünstigsten Variante den Vorzug gegeben – und ignoriert die Tatsache, dass Leverkusen mit drei Bundesautobahnen, die sich im Stadtgebiet kreuzen, ohnehin sehr stark vom überregionalen Verkehr dominiert wird.
Das auch noch als 'wichtiger Schritt für Leverkusen' zu verkaufen, erscheint mir in diesem Zusammenhang fast schon als Hohn. Diese Entscheidung ist nicht nur ein Schlag gegen uns, sondern auch ein Schlag gegen die Landesregierung. Denn das Verkehrsministerium NRW hat sich ganz klar für unsere Interessen in dieser Frage eingesetzt.
Als vor zwei Jahren die Machbarkeitsstudien an den Bund weitergeleitet wurden, hieß es vom Land: 'Das Land unterstützt die Stadt Leverkusen in ihren Bemühungen um eine Tunnellösung statt des Ausbaus der Stelze.'
Ich werde deshalb nicht aufhören, mich für eine Ausbaulösung stark zu machen, die die Menschen hier in Leverkusen weniger stark mit Lärm und Abgasen belastet, und alle Möglichkeiten dazu prüfen."

Die Entscheidung des Bundes ist auch Thema in der kommenden Ratssitzung am 14. Dezember.    

Link zur Pressemitteilung des Bundesverkehrsministeriums

Erste neue Brücke: Herbst 2023

Wegen gravierender Mängel bei den Stahlbauteilen hat Strassen.NRW dem Bauunternehmen PORR gekündigt. Fertiggebaut sein soll die erste neue Brücke jetzt erst September 2023. Oberbürgermeister Uwe Richrath "Das ist nach wie vor desaströs. Wir verlangen eine feste Zusage, dass die Brücke wirklich 2023 fertig ist."
Mehr dazu hier

Bürger-Info zum Ausbau der A3

Am Donnerstag, 27. Februar 2020, 18 Uhr, lud die Stadt Leverkusen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum Autobahnausbau ins Rathaus in der City ein. Im Mittelpunkt stand eine Visualisierung zum dritten Abschnitt des geplanten Umbaus - A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und Leverkusen-Opladen.

Neuer Infopunkt

Ganz nah an der Baustelle der A1-Rheinbrücke hat Straßen.NRW einen weiteren Infopunkt zum Autobahnausbau in Leverkusen eingerichtet. Direkt am Fuß- und Radweg zur Autobahnbrücke gelegen, ist der Baucontainer mit einer Dauerausstellung zum Großprojekt platziert. Infotafeln sind aufgebaut und -material zum Mitnehmen liegt bereit.

Die Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr


Zudem steht das Info-Zentrum in Köln-Merkenich, Rudi-Jaehne-Straße 19,  weiterhin allen Interessierten zur Verfügung. Es hat dienstags und donnerstags von 14 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.
Mit einem Bürgerbüro in der "Luminaden"-Passage in der City hatte Straßen.NRW seit Ende Januar 2017 über den Autobahnausbau bei Leverkusen (A-bei-LEV) informiert. Ende Mai 2019 war dort Schluss. Jetzt gibt es die beiden Standorte.

Herbst 2019: Ausführliche Info zum Ausbau

Am Donnerstag, 31. Oktober, lud die Stadt alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung zum Um- und Ausbau der Autobahnen A1 und A3 auf dem Stadtgebiet. Thema waren die bereits bekannten, von Straßen.NRW untersuchten Tunnelvarianten für den Abschnitt 2 (sogenannte A1-"Stelze")und den Abschnitt 3 (A3 zwischen Leverkusen-Zentrum und Opladen)

Inhalte des Abends: das Verfahren und der Ablauf der Planfeststellung, rechtliche Handlungsmöglichkeiten, Beschlüsse und Resolutionen sowie die bekannten Tunnelvarianten für die Abschnitte und deren technische Umsetzbarkeit. Die Informationen dazu finden Sie in der Info-Box.
Fachleute aus der Verwaltung sowie von Straßen.NRW erläuterten die Themen. Oberbürgermeister Uwe Richrath eröffnete die Veranstaltung. 

Land für Tunnellage

Auch das Land Nordrhein-Westfalen befürwortet einen Tunnel anstelle der Stelzenlösung für den Ausbau der Autobahn A1 zwischen den Kreuzen Leverkusen-West und Leverkusen. Damit unterstützt NRW die Forderung der Stadt "Tunnel statt Stelze". Oberbürgermeister Uwe Richrath: "Dafür haben wir lange gekämpft. Wir brauchen die Tunnellösung. In unserer Stadt haben wir eine immense Verkehrsbelastung durch die vielen Autobahnen."

14 unterschiedliche Varianten hatte die für den Ausbau zuständige Behörde, Strassen.NRW, für den Ausbauabschnitt untersuchen lassen. Im Vergleich zum Tunnel ist die Hochlage deutlich kostengünstiger und die Bauzeit kürzer. Das für das Land zuständige Ministerium für Verkehr kommt dennoch zu dem Schluss, dass die Tunnelvariante den größeren Schutz für die Menschen biete im Vergleich zur Hochlage. Die Tunnellösung läßt sich daher für das Ministerium aus fachlicher Sicht auch befürworten.     
Das Land hat die Machbarkeitsstudie sowohl für diesen Abschnitt als auch für den Abschnitt Ausbau A3 jetzt an den Bund geschickt.

Jetzt liegt die Entscheidung beim Bund: Stimmt er der Auffassung von Land und Stadt zu oder entscheidet er sich für eine andere Variante? Oberbürgermeister Richrath: "Mein Appell an den Verkehrsminister: Es kann nicht an Geldmitteln scheitern. Entscheiden Sie richtig, ich erwarte die Tunnellösung aus Berlin."

Erster Spatenstich für Bau der Rheinbrücke

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW führte am 14.12.2017 in Köln-Merkenich in Anwesenheit von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und weiteren Vertretern von Bund und Land den ersten Spatenstich für den Bau der neuen Rheinbrücke zwischen Köln und Leverkusen durch. Zum Projekt gehört neben der Brücke auch der Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen-West und der Ausbau der A1 auf acht Fahrspuren. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hatte im Oktober die Gültigkeit des Planfeststellungsbeschlusses vom November 2016 zum Bau der neuen Rheinbrücke bestätigt.

Das Bauvorhaben macht einen Eingriff in die Altlast Dhünnaue notwendig.

Für die betroffenen Städte Leverkusen und Köln nahmen Oberbürgermeister Uwe Richrath und die Kölner Verkehrsdezernentin Andrea Blome an dem Spatenstich teil.

Der Bau der Rheinbrücke stellt den ersten von drei Abschnitten beim Ausbau der A1 zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen dar. Die neue Rheinbrücke wird aus zwei Brücken bestehen. Die erste soll Ende 2020 fertig sein, die zweite Ende 2024.

Das Urteil aus Leipzig betrifft den Neubau der Autobahnbrücke, nicht aber die weiteren Ausbauabschnitte auf dem Gebiet der Stadt. Daher bleibt es dabei: Für den weiteren Ausbau der Autobahn A1 fordert die Stadt von Bund und Land eine Tunnellösung statt einer breiten "Megastelze". Ergebnisse eines Gutachtens stützen die Forderung des Rates an die Verantwortlichen, einzig die Tunnellösung zu planen und umzusetzen.

Gericht: Urteil zu Rheinbrücke

Die Autobahnbrücke über den Rhein kann neu gebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig wies die beiden Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Köln ab.

Die Initiative "Netzwerk gegen Lärm, Feinstaub und andere schädliche Immissionen e.V." und eine Privatperson, hatten sich gegen den Planfeststellungsbeschluss vom 10. November 2016 für den Neubau der Autobahn A1 zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen-West gewandt. Sie hatten Klage und Anträge auf vorläufigen Rechtsschutz eingereicht. Antragsgegner war das Land Nordrhein-Westfalen. Ob die gesamte Planung der neuen Autobahnbrücke rechtmäßig ist, darüber hatte das Bundesverwaltungsgericht zu entscheiden.

Ansprechpartner

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Leverkusen:
Koordinierungsstelle Ausbau A1/A3
Telefon: 0214/406-8859
autobahnausbaustadt.leverkusende

Ihr Ansprechpartner bei Straßen NRW:
a-bei-levstrassen.nrwde

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Baustelle Autobahnbrücke im Sommer 2020 vom Leverkusener Rheinufer aus
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