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City C

Mit großer Mehrheit beschloss der Rat im April 2019, eine Projektgesellschaft zur Entwicklung der weitgehend leer stehenden Einkaufspassage "City C" zu gründen. Die Gesellschaft soll zwei bereits vorliegende Varianten auf Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und die Zeitschiene überprüfen. Auf Basis einer solchen umfangreichen und detaillierten Bewertung wird der Rat abschließend entscheiden.

Erste Einkaufspassage in Leverkusen

Die „City C“ oder auch „City Center“ genannt, erstreckt sich vom Rialto-Boulevard bis zum Gebäude der Sparkasse zwischen Europaring und Friedrich-Ebert-Straße. 1969 eröffnet, war sie die erste Einkaufspassage in der damaligen neuen Stadtmitte. Kennzeichnend für das überdachte Center ist der Mix aus großen Geschäftsflächen, einem Ärzte- und Bürohochhaus sowie einem Wohnhochhaus. Die strukturellen Mängel wurden schon wenige Jahre nach der Eröffnung deutlich, wie: die Ausrichtung auf Großflächen für den Einzelhandel oder die zweigeschossige Erschließung. Schleichender Leerstand bestimmten immer mehr das Bild. Notwendige bauliche Veränderungen waren  aufgrund der komplizierten Eigentumsverhältnisse nicht möglich.

Intensive Bemühungen um Revitalisierung

Der Beschluss vom April 2019 zur Gründung der Projektgesellschaft (siehe Info-Box) beruht auf einem gemeinsamen politischen Antrag von fünf Parteien und Gruppen im Rat. Hintergrund: Im Herbst 2018 hatte Oberbürgermeister Uwe Richrath einen aktuellen Sachstand zur 2016 einstimmig vom Rat beschlossenen Revitalisierung der City C gegeben: Trotz intensiver Bemühungen sei in dieser Zeit kein Investor gefunden worden, der in großem Stil (120 Millionen Euro) in die City C investieren wolle. Ein Grund dafür seien auch die nach wie vor sehr komplizierten Eigentumsverhältnisse. Das Konzept zur Wiederbelebung der City C sei daher bis dato nicht umzusetzen gewesen.

Rückblick: Stadt und Politik bemühen sich bereits seit 2013 intensiv um eine Wiederbelebung der City C. In vielen Gesprächen mit den damals noch mehr als 100 Eigentümern der Immobilien, gestützt durch Gutachten und Studien, hatte ein städtisches Team das vom Rat beschlossene Konzept (siehe Info-Box) entwickelt.

Die Idee: ein innerstädtisches Quartier mit einem Mix aus Einzelhandel, Wohnen, Büros, Dienstleistungen und Infrastruktur. Bedingung für die Verwirklichung: Endgültige Klärung der komplizierten Eigentumsverhältnisse und Gewinnung eines Investors.

Projektgesellschaft soll alles neu bewerten

Um jetzt eine neue Ausgangsbasis zu schaffen, beschloss daher der Rat 2019 die Gründung einer Projektgesellschaft. Sie soll aus der bestehenden städtischen "Leverkusener Parkhausgesellschaft mbH" (LPG) entstehen. Dazu wird im ersten Schritt der bestehende Gesellschaftszweck erweitert. Die LPG hatte im Lauf der letzten Jahre mehrere Immobilien in der City C erworben.

Die neue Gesellschaft soll das bereits bestehende Konzept von 2016 mit einer neu vorgelegten Idee - die City C soll als Verwaltungsstandort mit Wohnen entwickelt werden - vergleichen. Sie soll alles bewerten, detailliert auf Umsetzbarkeit prüfen und das Projekt insgesamt operativ betreiben: "Alle Optionen sollen auf den Tisch und gegeneinander abgewogen werden."

Wirtschaftlichkeit und Kosten entscheidend

Der Rat werde dann entscheiden, wenn umfangreiche und detaillierte Erkenntnisse zur Wirtschaftlichkeit und zu den Kosten, die für die Stadt entstehen, vorliegen.

Zu prüfen seien folgende Möglichkeiten:

•eine Entwicklung im Bestand als Verwaltungsstandort mit möglichem Wohnen

•eine Entwicklung mit Schwerpunkt auf Wohnen und Nahversorgung

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