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Barrierefreiheit

Barrierefreiheit in der Stadt

"Lebensqualität für alle verbessern"

Auf einer Sommer-Fahrradtour 2019 zeigte Bau- und Planungsdezernentin Andrea Deppe an verschiedenen Beispielen, wie die städtischen Planer und Baufachleute Barrierefreiheit in der Stadt verwirklichen. Sie sagte einleitend: „Aufgabe des Baudezernates ist es, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Das bedeutet auch, die Teilhabe im öffentlichen Bereich sicherzustellen. Denn wir planen und bauen für alle“.

Früher habe Barrierefreiheit weniger im Fokus gestanden. Dies sei heute anders. Auf den Bedarf reagiere die Stadt heute mit Sanierungen und Neuplanungen.

Behindertenbeirat als Ratgeber

Wichtiger Ratgeber bei städtischen Planungen ist daher auch der Beirat für Menschen mit Behinderung (Link siehe Info-Box). Der Vorsitzende Bernd Schuster nahm ebenfalls an der Radtour teil. Bei der Planung der neu gestalteten Fußgängerzone in Opladen habe der Beirat beispielsweise auf die Tücken des Alltags hingewiesen. Ergebnis: Die Stadt schaffte Sitzbänke an, die alten Menschen, aber auch Kindern das Sitzen und Aufstehen leicht macht. 

Menschen mit Einschränkungen sollen teilhaben

Barrierefreies Planen und Bauen bedeute aber nicht nur Bauen für Rollstuhlfahrer, habe also nicht ausschließlich Personen mit motorischen Einschränkungen im Blick. Es gehe unter anderem auch um die Bedürfnisse von Seh-und Hörbehinderten sowie Menschen mit kognitiven Einschränkungen.

Gebäude, Straßen, Wege und der Rhein

Die neue Landesbauordnung ist am 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Sie bestimmt, dass öffentliche Gebäude "im erforderlichen Umfang" barrierefrei sein müssen. Dies berücksichtigt die Stadt bei allen Neuplanungen: Beispiele sind der neu gebaute "Mädchentreff MaBuKa". Auch die denkmalgeschützte Hauptschule "Im Hederichsfeld" wird entsprechend umgebaut: Eingangsbereiche zum Beispiel müssen barrierefrei erreichbar sein. Wege, Türe, Durchgänge und Fluren müssen eine Mindestbreite und -höhe haben.

Mobilitätskonzept 2030+

Ein großes Thema ist Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und Verkehr. Ein Ziel, das auch ganz besonders über das Mobilitätskonzept 2030+ angestrebt wird, ist ein fußgängerfreundliches Leverkusen. Viele Straßen sind bis jetzt noch sehr autogeprägt - etwa durch zu breite Fahrbahnen und einen hohen Parkdruck. Dies schränkt Fußgänger ein. Genauso wie zu lange Wartezeiten an Ampeln oder fehlende Querungshilfen und Absenkungen von Bordsteinen. Hier werden aktuell Lösungen entwickelt, um die Situation zwischen Fußgängern, Radfahrern und parkenden Autos zu verbessern.

März 2020: Der Rat entscheidet über das Konzept

Am 23.01.2020 stellte die  Stadt die Leitlinien des Konzepts in einem dritten und abschließenden Bürgerforum vor. Ende März entscheidet der Rat darüber.

Öffentlicher Nahverkehr 

Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs soll für alle leichter werden: Dazu gehören Niederflurbusse mit ebenem Einstieg, die nicht nur Menschen mit einem Bewegungshandikap das Leben erleichtern, sondern auch Familien mit Kinderwagen. Bereits vorhanden sind auch akustische Signalgeber für Hörgeschädigte. Für Sehbehinderte, die einen Taststock benutzen, gibt es Entwicklungen wie Rillen- oder Noppenplatten, die auf dem Boden aufgebracht werden und so den richtigen Weg weisen. 

Barrierefreiheit fürs Hochwasser

Eine besondere Station der Radtour war der Norddeich an der Wupper nordwestlich von Opladen. Der Chef der Technischen Betriebe Leverkusen, Wolfgang Herwig, erläuterte hier, dass angedacht ist, den Deich an einigen Stellen zu öffnen, um dem Rhein bei Hochwasser mehr Überflutungsraum zu bieten.

Ausführliche Pressemitteilung

Den Link zur Pressemitteilung finden Sie hier. 

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